Mittwoch, 23. Januar 2008

Januar

Am Rand des Unentdeckten wohnen
Und nicht schrecken ist schwer.
Doch die Wolken sind heute leicht.
Der Dämmerwind webt in den Kieferkronen.
Die nah dem Himmel sind. Der Tag verbleicht.
Die Schatten werden schwärzer.
Und das Licht wird weißer.
Bevor es Nacht wird. Es ist Januar.
Die Tage baumeln. Man lebt heißer
Mit jedem abgelebtem Jahr.

(Eva Strittmatter)

1 Kommentar:

  1. Ist das nicht von Irmtraud Morgner?
    ich kenne dieses Gedicht seit 1986 mindestens.

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